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Januar 2016

Riester-Zulage: Zinserträge sind keine Eigenbeiträge

Damit ein Vertrag zur privaten Altersvorsorge mit Riester-Zulage staatlich gefördert werden kann, muss ein Mindest-Eigenbeitrag auf diesen Vertrag geleistet werden.

Zinserträge aus dem Vorsorgevertrag gehören nicht zu den Eigenbeiträgen und können daher nicht gefördert werden.
Nach dem Verständnis des Begriffs „Beitragsleistung“ kann es nicht ausreichen, die durch das Altersversorgungsvermögen gebildeten Erträge dem Vertrag lediglich zu belassen, so der Bundesfinanzhof.

Der Mindesteigenbeitrag beträgt 4 % des im Vorjahr erzielten rentenversicherungspflichtigen Einkommens abzüglich der erhaltenen Grund- bzw. Kinderzulagen. Er ist nach oben auf 2.100 EUR (Eigenbeitrag und Zulage) begrenzt.

Sollte der ermittelte Eigenbeitrag aufgrund niedrigen Einkommens und hoher Zulagen äußerst niedrig (oder negativ) sein muss ein sogenannter Sockelbeitrag in Höhe von 60 Euro gezahlt werden, um die Zulage zu erhalten.