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März 2016

Neue Grundsätze zur umsatzsteuerlichen Organschaft

Der Bundesfinanzhof hat einige Entscheidungen in Bezug auf die umsatzsteuerliche Organschaft getroffen. Während eine Organschaft zwischen Schwestergesellschaften sowie ein Nichtunternehmer als Organträger weiterhin abgelehnt wird, ist eine Organschaft mit Tochterpersonengesellschaften fortan möglich.

Eine umsatzsteuerliche Organschaft ist allgemein nichts anderes, als die Zusammenfassung mehrerer Unternehmen zu einem Steuerpflichtigen mit der Folge, dass Leistungsbeziehungen untereinander nicht der Steuer unterfallen. Der Organträger ist Steuerschuldner auch für die Umsätze, die andere eingegliederte Organgesellschaften gegenüber Dritten ausführen.

Dass eine umsatzsteuerliche Organschaft mit Tochterpersonengesellschaften möglich ist, begründet der BFH damit, dass dies nicht dem Grundsatz entgegensteht, eine Organschaft sei auf abhängige juristische Personen beschränkt. Bei einer Organschaft mit Tochterpersonengesellschaften sei lediglich der Organträger und andere von ihm finanziell beherrschte Gesellschaften beteiligt.

Wichtig ist, dass eine Organschaft automatisch entsteht und somit kein Wahlrecht darstellt.