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November 2015

Jobticket als Sachbezug: Darauf ist zu achten!

Bietet ein Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt ein Jobticket an, entsteht ein geldwerter Vorteil mit der Folge, dass grundsätzlich bei Überschreitung der 44 Euro Sachbezugsfreigrenze Lohnsteuer und Sozialabgaben abzuführen sind. Um dies zu umgehen kann der Arbeitgeber einen Pauschalsteuersatz in Höhe von 15% auf den geldwerten Vorteil ansetzen, sodass Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung entsteht. Da die pauschal besteuerten Beträge auf die Entfernungspauschale anzurechnen sind, müssen sie in der Lohnsteuerbescheinigung gesondert ausgewiesen werden.

Entscheidend für die 44 Euro Freigrenze ist dabei der Zeitpunkt der Aushändigung des Jobtickets. Um in den Genuss zu kommen muss diese monatlich erfolgen.

Weiterhin kommen den Tarif- und Nutzungsbestimmungen eine große Rolle zu.  Sehen diese für ein Jobticket vor, dass die jeweilige monatliche Fahrberechtigung durch die rechtzeitige monatliche Zahlung erworben wird, fließt der geldwerte Vorteil aus dem Sachbezug „Jobticket“ nach Ansicht des Bayerischen Landesamts für Steuern monatlich zu – also nicht etwa bei Kauf/Teilnahmeerklärung für den gesamten Gültigkeitszeitraum.