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Oktober 2015

Aufwendungen für „normale“ Schuhe sind keine Werbungskosten

Ist eine Schuhverkäuferin dazu verpflichtet, während der Arbeit Schuhe ihres Arbeitgebers zu tragen, kommt für diese Schuhe kein Werbungskostenabzug in Betracht, so das Finanzgericht Münster.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung als Kosten der privaten Lebensführung nicht abzugsfähig sind. Unerheblich ist dabei, wenn sie so gut wie ausschließlich im Beruf getragen werden und ausschließlich für diesen Zweck angeschafft wurden. Für den Werbungskostenabzug wird allein darauf abgestellt, ob eine private Nutzung möglich und üblich ist. Ist dies der Fall, kommt ein Abzug dieser Aufwendungen nicht in Betracht.

Hinweis: Für typische Berufskleidung gilt das Abzugsverbot nicht. Darunter ist Kleidung zu verstehen, die nach ihrer Beschaffenheit nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt ist (z.B. Amtstrachten oder weißer Arztkittel).