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November 2015

Antrag auf Teileinkünfteverfahren nur bis zur Abgabe der Steuererklärung möglich

Seit Einführung der Abgeltungssteuer beträgt die Einkommensteuer bei Einkünften aus Kapitalvermögen, welches im Privatvermögen gehalten wird, grds. 25%. Ein Werbungskostenabzug ist in diesen Fällen verboten (lediglich der Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro ist zu berücksichtigen).

Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft, die ihre Anteile im Privatvermögen halten, wird in diesem Zusammenhang die Möglichkeit eingeräumt einen Antrag auf Anwendung des Teileinkünfteverfahrens stellen, wenn der Steuerpflichtige in dem Jahr, für den der Antrag erstmals gestellt wird, unmittelbar oder mittelbar

  • zu mindestens 25 % an der Kapitalgesellschaft beteiligt ist oder
  • zu mindestens 1 % an der Kapitalgesellschaft beteiligt sowie beruflich für diese tätig ist.

Nach dem Teileinkünfteverfahren sind 40 % der Kapitalerträge steuerfrei. Die verbleibenden 60 % der Kapitalerträge unterliegen dem individuellen Steuersatz. Ein Werbungskostenabzug ist gestattet.

Den Antrag für eine Anwendung des Teileinkünfteverfahrens der tariflichen Einkommensteuer muss der Gesellschafter, laut einer aktuellen BFH-Entscheidung, spätestens mit der Abgabe der Einkommensteuererklärung stellen. Eine spätere Antragsstellung ist grds. nicht möglich.